Dem Bullen die Hörner aufgesetzt

Wacken ist mehr als ein Festival. Einmal im Jahr wird das kleine Dorf in Schleswig-Holstein zum Treffpunkt für Heavy-Metal-Fans aus aller Welt – und der „Holy Ground“ verwandelt sich in eine riesige Bühne für einige der größten Bands der Szene. Damit dort alles rechtzeitig bereit ist, laufen Aufbau und Montage lange vor der Ankunft der ersten Fans auf Hochtouren. Bühnen werden errichtet, Plattformen montiert, Technik installiert und unzählige Einzelteile an ihren Platz gehoben. Mittendrin: der Kranverleih Wilhelm aus St. Michaelisdonn mit seinen Kranen – darunter ein Tadano ATF 100 G-4.

 Der Bullhead – Wahrzeichen und Schwergewicht

Zu den spektakulärsten Aufgaben gehört jedes Jahr der Hub des Bullheads. Der rund 2,5 Tonnen schwere und etwa zehn Meter hohe Schädel aus Stahl ist das weltberühmte Wahrzeichen des Wacken Open Air und thront während des Festivals über den Hauptbühnen. Sein Anblick gehört inzwischen genauso zu Wacken wie die Musik selbst. 2026 übernahm der Kranverleih Wilhelm die prestigeträchtige Aufgabe, den Bullhead wieder an seinen Platz zu bringen. Dabei setzte das Team auf einen Tadano ATF 100 G-4 und einen Tadano HK 50 für weitere Aufbauarbeiten.

 Präzisionsarbeit auf dem „Holy Ground“

Für Wilhelm beginnt der Einsatz allerdings nicht erst, wenn der Bullhead am Haken hängt. Der Tadano ATF 100 G-4 war bereits beim Aufbau der Konstruktion im Einsatz, an der der Schädel später befestigt wurde. Auf dem Festivalgelände müssen Material und Bauteile auf engem Raum und mit großer Präzision an ihren Platz gebracht werden – während gleichzeitig zahlreiche andere Gewerke arbeiten. „Wacken ist schon etwas ganz Besonderes – und wir bauen hier alles auf, bis die letzte Lampe oben ist“, berichtet er nicht ohne Stolz.

„Die große Herausforderung beim Aufbau einer Bühne ist die Logistik, weil es sehr schwer ist, zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit dem richtigen Material zu stehen“, erklärt Markus Olma, Chef des Bühnenaufbaus beim Veranstalter.

Besonders anspruchsvoll wird es beim Bullhead selbst. Kranfahrer Marco Levin muss den 2,5 Tonnen schweren Schädel kontrolliert und präzise zu den Monteuren bringen, die in rund 28 Metern Höhe auf nur 60 Zentimeter breiten Trittbohlen arbeiten. „Dabei muss man sehr genau fahren und die Last extrem vorsichtig an die Monteure bringen“, berichtet Levin. Olma ergänzt: „Die Jungs stehen hier in 28 Metern Höhe auf gerade einmal 60 Zentimeter breiten Trittbohlen und dann kommt so ein 2,5 Tonnen schweres Teil angeschwebt. Das ist echt eine Herausforderung.“