Die Volkswohnung hat mit dem Neubauprojekt am Buschwiesenweg im Karlsruher Stadtteil Grünwinkel begonnen. Auf dem rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe Rheinhafen und Alb entstehen bis voraussichtlich Ende 2027 insgesamt 80 Mietwohnungen, davon 62 öffentlich gefördert. Das Projekt, das mit einem Rückbau von Zeilenbauten aus den 1930er Jahren startete, ist das erste Projekt der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft in vorgefertigter Holzbauweise und kann die Wohnfläche von rund 2.800 m² auf etwa 6.120 m² mehr als verdoppeln. Die Volkswohnung leistet damit auch einen Beitrag zur städtischen Strategie, vorhandene Flächen effizienter zu nutzen, um – auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten – dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu begegnen.
(Quelle Volkswohnung): Eine aktuelle Tageszeitung, Münzen, Baupläne und Fotos der Baubeteiligten: Die Erinnerungsstücke in der Zeitkapsel bewahren den Tag der Grundsteinlegung für kommende Generationen und wurden von den Baubeteiligten (v.l.n.r.: Geschäftsführer Stefan Storz und Projektleiter Frank Schneidereit – beide Volkswohnung; Uli Kälber, Geschäftsführer Gottlob Rommel GmbH & Co. KG; Architekt Jens Mergenthaler; Bürgervereinsvorsitzende Karin Armbruster und Baubürgermeister Daniel Fluhrer) fachmännisch in den Grundstein einbetoniert.
Der Neubau nach einer Planung des Büros KFWM Architekten markiert zugleich einen technischen und konzeptionellen Schritt für die Volkswohnung, denn es handelt sich um den ersten Neubau des Unternehmens in vorgefertigter Holzbauweise. Dabei werden tragende Bauteile in Holz ausgeführt und in serieller Bauweise kombiniert. Die Gebäude entstehen aus mehreren wiederkehrenden Gebäudetypen, die zu vier Baukörpern zusammengefügt werden. Diese Struktur ermöglicht eine effiziente Planung und Bauabwicklung. Ein hoher Vorfertigungsgrad sorgt dafür, dass viele Bauteile bereits im Werk produziert und anschließend auf der Baustelle montiert werden. Lediglich Untergeschoss und Treppenhäuser sind in massiver Bauweise geplant.
Vollständig wird der zukunftsorientierte Ansatz beim Blick auf die moderne Energieversorgung. Das Energie- und Versorgungskonzept setzt auf Luft/Wasser‑Wärmepumpen auf den Dächern sowie eine Photovoltaikanlage, die die Wärmepumpen mit Betriebsstrom versorgt; Überschüsse werden eingespeist. Die Gebäude erreichen eine deutlich bessere energetische Bilanz als der frühere Bestand. Während dieser noch einen Primärenergiebedarf von 116 kWh/m² pro Jahr aufwies (Energieeffizienzklasse D), liegt der Wert des Neubaus bei rund 36 kWh/m² pro Jahr (Energieeffizienzklasse A).

